Sardinien

Mediterrane Eindrücke

Sasa-Art-Project

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Die Insel: Sardinien

Sardinien ist eine außergewöhnliche Insel im Mittelmeer zwischen Italien und Spanien. Bewohner und Besucher spüren und erleben die Energie der Landschaft, ihrer Vegetation und Tierwelt seit Jahrtausenden. Sardinien ist deshalb auch die kreative Quelle für Künstler wie Stefano Sanna.

Geografie

Die zu Italien gehörende Insel im Mittelmeer liegt etwa eine knappe Flugstunde entfernt von Rom oder auch Mailand. Man erreicht sie mit Fähren von vielen Hafenstädten des Mittelmeers und natürlich mit dem Flugzeug. Die Flugplätze in Olbia, Alghero und Cagliari sind vor Allem in den Sommermonaten Ziel für viele internationale Flüge.

Die nach Sizilien zweitgrößte Insel im Mittelmeer ist in der Nord-Süd-Richtung ca. 330 Kilometer lang und die Entfernung von der Ost- zur Westküste beträgt etwa 190 Kilometer.

Geschichte

Die Geschichte Sardiniens geht dokumentiert zurück auf 8000 v. Chr. Archäologische Funde aus der Altsteinzeit geben Aufschluss über das mediterrane Leben in den Entstehungszeiten.
Die ersten erhaltenen Bauwerke, die sogenannten Nuraghen, werden der Periode zwischen 1400 – 1200 v. Chr. zugeordnet. Viele dieser Ruinen aus Natursteinen lassen die damalige Fertigkeit mit dem Umgang der lokalen Materialien erahnen. Ganze Dörfer konnten von Archäologen auch speziell im Inneren der Insel freigelegt werden.

Die Insel hegt eine bewegte alt- und neuzeitliche Geschichte, weil sie Ziel vieler Eroberer war. Zuzuordnen sind Zeiten, in denen Mykener, Zyprer, Phönizier. Punier und die Bewohner von Karthago, die Insel beherrschten. Erst in der Neuzeit wurde Sardinien eine Provinz des Staates Italien, auch wenn es immer wieder Bestrebungen zur Unabhängigkeit von Italien gab und gibt.

Kultur

Sardinien spiegelt die gesamte Kulturgeschichte des südlichen Europas und Nordafrikas wieder. An vielen Kirchen, die beispielsweise zwischen 1200 und 1500 n. Chr. entstanden, erkennt man römische, nordafrikanische / arabische sowie französische Einflüsse. Ein Beispiel hierfür ist die „Santissima Trinita Sarccagia Logudoro“, ein Wahrzeichen für den nördlichen Teil der Insel.

Auch in der Neuzeit bedeutet Kunst und Kultur den Sarden viel. Ein Beispiel dafür ist das Kunstmuseum in „Nuoro“ in Zentralsardinien. Dort finden Kunstausstellungen auf hohem internationalem Niveau statt, wie beispielsweise Ausstellungen zu Giacometti, Paul Klee und anderen bedeutenden Künstlern der klassischen Moderne.
Die kulturell geprägte Atmosphäre hat auch viele Künstler besonders in den Norden der Insel kommen lassen. Ein Beispiel dafür ist der kleine Ort San Pantaleo zwischen Olbia und Arzachena.

Landschaften

Die Landschaften in Sardinien sind deutlich abwechslungsreicher als die der anderen Mittelmeer Inseln. Der höchste Berg ist 1.800 m hoch und befindet sich im Mittelpunkt der Insel. Der bekannteste Berg im Norden von Sardinien, der Monte Limbara, mit immerhin 1.400 m Höhe ist ein eindrucksvolles Naturschutzgebiet und bietet Wanderern aus aller Welt sehr abwechslungsreiche Flora und Fauna.

 

Zwischen Küste und den bergigen Gegenden im Inneren der Insel liegen sehr unterschiedliche Landschaften. Teilweise erinnern die sanften Hügel an die Toskana. In anderen Gegenden wird der Charakter geprägt durch variantenreiche Gesteinsformationen.

Die Steinformationen sind besonders typisch auch für den Norden Sardiniens. Sie sind charakterisiert durch teilweise sehr bizarre Formen und Formationen aus denen man mit ein wenig Fantasie Tiere und Menschengestalten erkennen kann.

Insgesamt hat die Küste der Insel eine Länge von ca. 1.850 Kilometer. Etwa die Hälfte besteht aus feinem, fast weißem Sandstrand. Die Übergänge zum Meer sind an der Ostküste meist flach, so dass im Sommer die karibischen Farben, die Bewohner und ihre Sommergäste zum Baden einladen.

Die Landschaften hinter den Küstenstreifen sind gekennzeichnet durch eine üppige, fast immergrüne Vegetation. Weinberge, Olivenhaine und Plantagen mit Korkeichen sind typisch für diese Landstriche.

Mit etwa 300 Sonnentagen im Jahr und fast immer blauem Himmel haben die Farben und die Temperaturen eine besondere Anziehungskraft für Besucher aus aller Welt.

Flora und Fauna

Natur ist in Sardinien omnipräsent. Die Flora bietet neben satten Grüntönen auch farbenfrohe Spektren der Blumen und Blüten. Palmen und Olivenbäume prägen die Landschaften ebenso wie Kulturen aus Korkeichen und Weinbergen.
Natürlich gedeihen in dem milden Klima der Insel auch Zitronen, Orangen und andere Südfrüchte.

Die Fauna ist noch erstaunlicher: wer erwartet schon große Flamingo Kolonien auf einer Mittelmeerinsel. Die Wildschwein Population wächst trotz ständiger Treibjagden. Dagegen sieht man Wildkatzen und Schildkröten, die auch zur Ur-Fauna gehören, deutlich seltener.

Das Meer und die Flüsse bieten den Fischern und Tierliebhabern eine reichhaltige Wasser-Fauna. Delphine kommen bis an die Hafenmauern und auch Thunfische gehören zu den häufigen Fischarten in Küstennähe.

Leben

Heute wohnen in Sardinien ca. 1,6 Mio. Einwohner. Die Ureinwohner waren Bauern und Hirten, heute leben auch viele Sarden vom Meer und touristischen Dienstleistungen.

In diesem Kontext ist besonders hervorzuheben, dass Sardinien zu den sogenannten „Blue-Zones“ gehört. Diese Areale, meist Inseln, haben die meisten alten Menschen mit über 100 Lebensjahren. Der bekannte „Times“ Journalist Dan Buettner hat ausführlich die „Blue-Zones“ erforscht und darüber berichtet.

 

Nach seinen Erkenntnissen sind neben genetischen Voraussetzungen, besonders die Lebensbedingungen in Sardinien für Gesundheit und das verlangsamte Altern verantwortlich. So gibt es in Sardinien so gut wie keine Altersheime oder ähnliche Einrichtungen, da die Menschen in ihren Familien alt werden und bis ins hohe Alter ihren Berufen als Bauern, Hirten und Handwerkern nachgehen.
Neben diesen Faktoren ist auch die Ernährung unterschiedlich zu den meisten westlichen Kulturen.

Essen und Trinken

Nicht nur an den Küsten, sondern auch im Landesinneren werden viel Fisch und andere Meerestiere gegessen. Rind- und Lammfleisch ergänzen den Speiseplan.
Pasta (Nudel- und Reisgerichte) gehören wie in ganz Italien zu den Standards der abwechslungsreichen sardischen Küche.

Mittag- und Abendessen werden in Sardinien zelebriert. Es beginnt häufig mit Käse und Salsiccia, einer speziellen Landwurst. Peccorino, der international bekannte Schafskäse ist sehr variantenreich und auch wohl eine Grundlage für das gesunde Leben auf der Insel.

Olivenöl ist die Seele des sardischen Essens. Es beginnt immer mit dem speziellen hauchdünnen Brot, „Pane Carasau“, das mit Olivenöl am Tisch verfeinert wird. Auch die speziell sardischen Pasta- und Hauptgerichte werden mit dem lokalen Olivenöl zubereitet.
Der Nachtisch ist geprägt durch lokale Produkte. Honig, Mandeln und Feigen werden zu unterschiedlichen Nachspeisen kombiniert.

Es gibt kaum ein Essen mit Sarden, bei dem kein Wein getrunken wird. Im Sommer trinkt man vornehmlich die leichten weißen Vermentino Weine, im Herbst und Winter wird der typische rote Cannonau Wein bevorzugt.

Nach dem Essen gibt es einen „Mirto“, Kräuterschnaps, der aus der Myrthefrucht gewonnen wird. Die Alternative ist ein „Filu Ferru“, das sardische Pendant zum Grappa.

Die sardische Küche mit Olivenöl, Peccorino Käse und Cannonau Wein wurde als wesentliches Kriterium für das lange und gesunde Leben auf der Insel auch wissenschaftlich dokumentiert (siehe Berichte über „Blue Zones“ von Dan Buettner, TIMES).

Städte und Dörfer auf Sardinien sind sehr farbenfroh. Die gesamte Farbpalette ist perfekt abgestimmt auf die Farebn des Wassers und des Himmels.

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